Róża Zgorzelska opowiada o śląskim szkle sprzed dwóch wieków

wochenblatt.pl 3 godzin temu
Zdjęcie: Róża Zgorzelska Foto: Ewa Wieszołek-Stolz


„Zerbrechliche Schätze“

Am Freitag, den 30. Januar 2026 um 18.00 Uhr findet im Saal des Gemeindezentrums für Kultur in Zülz ein Treffen unter dem Titel „Zerbrechliche Schätze – über das Glas der schlesischen Hütten des 19. Jahrhunderts“ statt. Gast der Bielitzer Akademie des Wissens wird die Sammlerin und Kuratorin der „Pfarrscheune“ (Farska Stodoła), Róża Zgorzelska, sein. Sie präsentiert Exponate aus ihrer privaten Sammlung und erzählt von deren Geschichte und Einzigartigkeit.

Über die Entstehung ihrer Leidenschaft für Glas und darüber, warum gerade dieses Material im Mittelpunkt des Treffens in Zülz stehen wird, sprach Anna Durecka mit Róża Zgorzelska.

Woher stammt Ihr Interesse an Glas? Jahrelang wurden Sie doch vor allem mit Porzellan in Verbindung gebracht.

– Das stimmt, und auch jetzt fragen mich alle, welches Porzellan ich mitbringen werde. Und ich antworte: nicht Porzellan, sondern Glas. Und ich muss mich dafür immer ein wenig rechtfertigen. Glas gehörte jedoch schon lange zu meinem Interessenkreis, nur gab es – und gibt es – davon sehr wenig. Gutes, altes Glas ist einfach rar.

Man muss kein Sammler sein, um altes Glas zu achten und zu schätzen. Vielleicht kann ich jemanden dazu anregen, Gegenstände, die er zum Beispiel von seiner Oma geerbt hat, neu zu betrachten. Es reicht, sie anzuschauen, sich an ihnen zu erfreuen und sie nicht gedankenlos wegzuwerfen.

Porzellan ist leichter zu sammeln – es war in großer Zahl vorhanden und wurde daher ganz natürlich zur Grundlage meiner Sammlung. Glas hingegen ist schon die nächste Schwierigkeitsstufe, eine weitere Stufe der sammlerischen Herausforderung. Wer weiß, vielleicht gelingt es mir bereits zur Museumsnacht im Mai, in Friedersdorf eine Glasausstellung vorzubereiten.

Über welches Glas werden Sie beim Treffen in Zülz sprechen?

– Vor allem über das älteste, das Glas des 19. Jahrhunderts. Über die Moden, die Hütten, in denen es entstand, und über Gebrauchsglas. In meiner Präsentation habe ich alles unterteilt: Gebrauchsglas und stärker dekoratives, visuell attraktives Glas. Ich werde darüber sprechen, wie die Muster in der Biedermeierzeit aussahen, wie sie sich in der Sezession veränderten und später im Art déco. Jede Epoche hatte ihre eigene Sprache der Ornamente und ihre eigene Ästhetik.

Haben Sie in Ihrer Sammlung ein besonders Lieblingsstück?

– Natürlich, ich habe mehrere solcher Objekte. Zum Beispiel zwei Vasen aus der Hütte Heckert – mit ihnen begann eigentlich mein Weg zum Glas. Das sind Gegenstände, die mich dazu inspiriert haben, mich mit Glas zu beschäftigen und es zu retten. Denn die Menschen wissen oft nicht, was sie zu Hause besitzen.

Róża Zgorzelska
Foto: Ewa Wieszołek-Stolz

Ich wünsche mir, dass jemand denkt: „Ich habe ein altes Väschen – vielleicht lohnt es sich, es genauer anzuschauen?“ Das ist auch unser kulturelles Erbe. Eigentlich begann mein Interesse an Glas jedoch mit Familienandenken, mit dem, was trotz des Krieges in der Familie erhalten blieb. Was zerstört wurde, lässt sich nicht wiedergewinnen, aber das, was überdauerte, wurde zum Ausgangspunkt. Später vertiefte ich mein Wissen, kaufte Kataloge, fuhr auf Antiquitätenmärkte und lernte die Autorinnen von Publikationen über Glas kennen. Heute ist Glas für mich das begehrteste Sammelobjekt. Ich suche nach Perlen – im Internet, bei Sammlern, auf Märkten. Das ist wirklich eine detektivische Arbeit.

Warum detektivisch?

– Weil man prüfen muss, ob ein Objekt echt ist. Es gibt unzählige Fälschungen. Man muss lernen, Epochen, Techniken und Stile zu unterscheiden. Im Biedermeier wurde anders gemalt als in der Sezession. Und man muss die schlesischen Hütten kennen – etwa die Josephinenhütte in Schreiberhau (Szklarska Poręba), die mit der Familie Schaffgotsch verbunden war und später mit der Hütte Heckert in Petersdorf (Piechowice) fusionierte. Das war ein mächtiges Zentrum der künstlerischen Glasproduktion.

Sie werden auch vom sogenannten „Bauernsilber“ sprechen. Was ist das?

– Das ist eine faszinierende Geschichte. Im 19. Jahrhundert wollten die Menschen Gegenstände in ihren Häusern haben, die teuer aussahen, es aber nicht waren. Die Hütten erfanden eine clevere Lösung: zweischichtiges Glas, in dessen Inneres Quecksilber eingeblasen wurde, das einen silbrigen Schimmer hatte.

Der Effekt war, dass das Gefäß wie aus Silber aussah. Diese Produkte nannte man Bauernsilber – „chłopskie srebro“. Jeder konnte sie kaufen, sogar auf Jahrmärkten und Kirchweihen. Das war eine Art Ersatz für Luxus. Einen solchen Gegenstand werde ich mitbringen, denn er ist eine echte Kostbarkeit.

Was sollen die Teilnehmer des Treffens Ihrer Meinung nach mitnehmen?

– Dass man kein Sammler sein muss, um altes Glas zu achten und zu schätzen. Vielleicht kann ich jemanden dazu anregen, Gegenstände, die er zum Beispiel von seiner Oma geerbt hat, neu zu betrachten. Es reicht, sie anzuschauen, sich an ihnen zu erfreuen und sie nicht gedankenlos wegzuwerfen. Ich möchte die Menschen mit dieser Sensibilität anstecken. Denn es gibt wirklich viel, worüber man staunen kann.

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